Motivation und Problemstellung
Wasserstoff gilt als eine der zentralen Technologie für eine klimaneutrale Energie- und Industrieversorgung. Die langfristige Zuverlässigkeit von Elektrolyseuren hängt dabei wesentlich von der Beständigkeit ihrer Polymerkomponenten ab. Insbesondere Membranen und Dichtungen sind während des Betriebs hohen chemischen, thermischen und mechanischen Belastungen ausgesetzt. Für neuartige Materialklassen wie AEM-Membranen oder PFAS-freie PEM-Membranen liegen bislang nur begrenzte Langzeiterfahrungen vor.
Gleichzeitig fehlen belastbare Verfahren, um Alterungsprozesse frühzeitig zu erkennen und die verbleibende Lebensdauer der Materialien zuverlässig abzuschätzen. Bisherige Prüfmethoden bilden reale Betriebsbedingungen häufig nur unzureichend ab und liefern daher nur eingeschränkt aussagekräftige Ergebnisse für die industrielle Praxis.
Das Projekt STARK adressiert diese Herausforderung durch die Entwicklung und Validierung neuer Methoden zur Analyse von Degradationsprozessen in Polymermaterialien für die Elektrolyse. Es gilt, die Zusammenhänge zwischen chemischen Veränderungen, mechanischen Eigenschaften und späteren Versagensmechanismen zu klären und damit eine bessere Materialbewertung zu ermöglichen.
Fraunhofer-Center für Silizium-Photovoltaik CSP