Lernallianz für die regionale Wasserstoffindustrie

Forschungsprojekt H2HUBPlus

Motivation und Problemstellung

Mitteldeutschland entwickelt sich zunehmend zu einem wichtigen Standort der Wasserstoffwirtschaft. Zahlreiche Projekte sind bereits gestartet – ihr Erfolg hängt jedoch maßgeblich von ausreichend qualifizierten Fach- und Führungskräften ab. Gleichzeitig bietet die Region ideale Voraussetzungen für die Herstellung und Nutzung von grünem Wasserstoff, etwa zur Energiespeicherung oder als Grundlage für industrielle Prozesse.

Um dieses Potenzial auszuschöpfen, braucht es gezielte Qualifizierungsangebote, neue Lernformate und eine enge Verzahnung von Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Nur so kann der steigende Bedarf an Fachkräften gedeckt und die Transformation hin zu einer nachhaltigen Energieversorgung erfolgreich gestaltet werden.

© Michael Palatini
Mitglieder des Projektteams H2HUBPlus.

Projektziele und Lösungsansatz

Mit dem Folgeprojekt H2HUBPlus, das im Dezember 2025 startet, wird die bestehende Lernallianz H2HUB gezielt weiter ausgebaut. Ziel ist es, innovative und vernetzte Bildungsangebote im Bereich Wasserstoff zu entwickeln und unterschiedlichen Zielgruppen zugänglich zu machen – von Fach- und Führungskräften über Studierende bis hin zur breiten Öffentlichkeit.

Der Ansatz kombiniert wissenschaftliche Expertise mit praxisnahen Qualifizierungsformaten. Dazu gehören unter anderem der Ausbau von Bildungspartnerschaften mit Unternehmen, neue berufsbegleitende Weiterbildungsangebote sowie flexible Lernformate wie Microcredentials. Digitale Lösungen wie virtuelle Lernumgebungen (VR/AR) und KI-gestützte Wissensvermittlung ergänzen das Angebot. Gleichzeitig werden neue Formate wie Summer Schools, öffentliche Dialogangebote und Demonstratoren etabliert, um Wissen breiter zu vermitteln und die gesellschaftliche Akzeptanz zu stärken.

Die beteiligten Partner – Hochschule Anhalt, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Hochschule Merseburg sowie die Fraunhofer-Institute IWES und IMWS – bringen ihre jeweiligen Stärken gezielt ein und schaffen gemeinsam eine leistungsfähige Lernplattform für die Region.

Das Projekt leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung, zur Stärkung der regionalen Wettbewerbsfähigkeit und zur erfolgreichen Umsetzung der Energiewende in Mitteldeutschland. Gefördert wird H2HUBPlus mit rund 5,3 Mio. Euro durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) im Rahmen der STARK-Richtlinie.

Projektsteckbrief

Projekttitel H2HUBPlus – Lernallianz für den Wasserstoffhochlauf in Mitteldeutschland
Laufzeit 01.12.2025 – 30.11.2029
Förderung Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, in der ‚Förderrichtlinie zur Stärkung der Transformationsdynamik und Aufbruch in den Revieren und an den Kohlekraftwerkstandorten (STARK) des BMWE
Fördervolumen
Fraunhofer CSP-IMWS
694.426 Euro
Kooperationspartner
  • Hochschule Merseburg
  • Hochschule Anhalt
  • Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
  • Fraunhofer IWES
Projektleiterin Kerstin Witte-Bodnar
Ziele
  • Ausbau von Bildungspartnerschaften mit Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen
  • Entwicklung von weiteren berufsbegleitenden Weiterbildungsformaten
  •  Flexibilisierung der Angebote durch die Entwicklung von Microcredentials
  • Etablierung von öffentlichen Angeboten wie zum Beispiel Bürgerdialogen, Demonstratoren und Bildungslaboren
  • Entwicklung von digitalen Qualifizierungskomponenten, darunter VR/AR-Lernwelten und KI-basierter Wissensvermittlung
  • Implementierung einer Summer School und hybriden Bildungsformaten für den Übergang vom Studium in den Beruf

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Kerstin Witte-Bodnar

Contact Press / Media

Dr. Kerstin Witte-Bodnar

Komm. Gruppenleiterin »Materialdiagnostik für H2-Technologien«

Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen
Walter-Huelse-Strasse 1
06120 Halle (Saale), Deutschland

Telefon +49 345 5589-244