PFAS-Emissionen aus Wasserelektrolyseuren vermeiden

Forschungsprojekt UPeM

Motivation und Problemstellung

PFAS-haltige Materialien besitzen besondere chemische und physikalische Eigenschaften, die sie für Anwendungen in der Wasserstofftechnologie attraktiv machen. Gleichzeitig sind diese Stoffe äußerst persistent und können sich in Umwelt und Organismen anreichern. Dies führt zu potenziellen Risiken für Mensch und Umwelt sowie zu wachsendem regulatorischem Druck.

Für wasserstoffbasierte Technologien wie Brennstoffzellen und Elektrolyseure fehlt bislang ein einheitliches Verständnis darüber, wie und in welchem Umfang PFAS während des Betriebs freigesetzt werden. Ebenso fehlen standardisierte Methoden zur Probenahme und Analyse. Ohne diese Grundlage ist eine verlässliche Bewertung von Risiken sowie die Entwicklung geeigneter Minderungsmaßnahmen nur eingeschränkt möglich.

Projektziele und Lösungsansatz

Das Projekt UPeM hat das Ziel, die Freisetzung von PFAS in wasserstoffbasierten Technologien systematisch zu untersuchen und verlässlich zu bewerten. Dazu werden harmonisierte Protokolle für die Probenahme und Analyse von PFAS in verschiedenen Ausströmen wie Flüssigkeiten, Gasen und Aerosolen entwickelt. Gleichzeitig wird untersucht, welche Ursachen zur Freisetzung dieser Stoffe während des Betriebs von Brennstoffzellen und Elektrolyseuren führen.

Die entwickelten Methoden werden unter realen industriellen Betriebsbedingungen validiert, um ihre praktische Anwendbarkeit sicherzustellen. Auf dieser Grundlage werden Empfehlungen für den sicheren Einsatz von Materialien, geeignete Minderungsstrategien sowie optimierte Betriebs- und Kontrollkonzepte abgeleitet. Ein besonderer Fokus liegt zudem auf der Bewertung alternativer Membranmaterialien mit potenziell geringerer PFAS-Freisetzung.

Durch die enge Zusammenarbeit von Forschungseinrichtungen, Industrie und Technologiedienstleistern schafft das Projekt die Grundlage für zukünftige Standards im Umgang mit PFAS in der Wasserstoffwirtschaft.

Projektsteckbrief

Projekttitel UPeM - Understanding existing PFAS emissions in water electrolysers and fuel cell systems through quantitative measurement techniques
Laufzeit 01.03.2026 – 31.08.2028
Förderung Forschungs- und Innovationsprogramm Horizon Europe der Europäischen Union
Fördervolumen  €
Kooperationspartner
  • Coventry University
  • FEV Europe GMBH
  • Intelligent Energy
  • Commissariat à l'Énergie Atomique et aux Énergies Alternatives
  • Foundation for the Development of New Hydrogen Technologies in Aragon
  • Helmholtz Centre for Environmental Research
  • ITM Power UK Ltd
  • Korea Institute of Science and Technology Europe
  • Korea Institute of Science and Technology
  • Symbio France
  • Uniresearch B.V.
Projektleiterin am Fraunhofer CSP Dr. Susanne Richter
Ziele
  • Entwicklung standardisierter Protokolle zur Probenahme und Analyse von PFAS
  • Quantifizierung der PFAS-Freisetzung in Brennstoffzellen und Elektrolyseuren
  • Identifikation der Ursachen für PFAS-Emissionen während des Betriebs
  • Validierung der Methoden unter praxisnahen, industriellen Bedingungen
  • Ableitung von Empfehlungen zu sicheren Betriebsstrategien, Filterlösungen und Materialalternativen

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Susanne  Richter

Contact Press / Media

Dr. Susanne Richter

Stellvertretende Gruppenleiterin »Materialanalytik«

Fraunhofer-Center für Silizium-Photovoltaik CSP
Otto-Eißfeldt-Straße 12
06120 Halle (Saale)

Telefon +49 345 5589-5118