Motivation und Problemstellung
Photovoltaikanlagen sind während ihres Betriebs permanent Umwelteinflüssen ausgesetzt. Staub, Pollen, landwirtschaftliche Emissionen oder andere Ablagerungen auf den Moduloberflächen führen zu sogenannten Soiling-Effekten und können die Energieerträge von PV-Anlagen spürbar reduzieren. Gleichzeitig sind regelmäßige Reinigung und manuelle Kontrollen aufwendig und wirtschaftlich nicht immer sinnvoll.
Für Betreiber besteht daher ein Bedarf an einer zuverlässigen Möglichkeit, den tatsächlichen Verschmutzungsgrad von Photovoltaikmodulen kontinuierlich zu überwachen. Bisher verfügbare Verfahren sind häufig wartungsintensiv oder nur eingeschränkt für einen langfristigen Praxiseinsatz geeignet. Im Projekt »PV-SoilSens« wird deshalb ein neuartiger, energieautarker und selbstregenerierender Sensor entwickelt, der den Verschmutzungszustand von PV-Modulen präzise erfassen und damit eine bedarfsgerechte Reinigung ermöglichen soll. Die gewonnenen Daten helfen dabei, Ertragsverluste zu vermeiden und Betriebs- sowie Wartungskosten zu senken.
Fraunhofer-Center für Silizium-Photovoltaik CSP