Motivation und Problemstellung
Die ästhetische Integration von Photovoltaik in Gebäude und urbane Räume ist ein zentraler Schlüssel, um bislang ungenutzte Solarpotenziale zu erschließen. Besonders in Städten, bei denkmalgeschützten Gebäuden oder an Fassaden und Balkonen stoßen herkömmliche, dunkel erscheinende Standardmodule häufig auf Akzeptanzprobleme. Trotz des starken Ausbaus der Photovoltaik in Deutschland bleibt das Potenzial im urbanen Raum, insbesondere bei gebäudeintegrierter (BIPV) und gebäudeangebundener Photovoltaik (BAPV), weitgehend ungenutzt. Standardmodule sind aus architektonischen Gründen oft ungeeignet, da sie sich nicht harmonisch in die gebaute Umgebung einfügen. Bestehende Lösungen zur farblichen Gestaltung von PV-Modulen sind entweder teuer, nur in standardisierten Designs verfügbar oder mit deutlichen Effizienzverlusten verbunden. Daraus ergibt sich ein hoher Bedarf an individuell gestaltbaren, effizienten und kostengünstigen Photovoltaikmodulen, die auch die Recyclingfähigkeit berücksichtigen.
Fraunhofer-Center für Silizium-Photovoltaik CSP