Fraunhofer CSP veröffentlicht Vergleichsstudie

9.7.2018

© Fraunhofer CSP

Versuch mit verschatteter Solarzelle. Eine der kleinen Dioden ist auf dem Verbinder rechts unter der Zelle zu sehen.

Module mit Halbzellen zeigen aufgrund geringerer elektrischer Verluste und erhöhter optischer Verstärkung eine bessere Leistung als Vollzellenmodule. Zu diesem Ergebnis  kommt eine Untersuchung des Fraunhofer CSP, bei der PV-Module aus Voll-, Halb- und Drittzellen mit unterschiedlichen Tab-Breiten unter moderaten bzw. Wüstenbedingungen miteinander verglichen wurden. Der Vergleich zeigte, dass eine höhere Energieausbeute durch die Wahl eines geeigneten Moduldesigns und einer für jedes Klima optimierten Registerbreite erreicht werden kann. Die optimierten Halbzellenmodule weisen eine Ertragssteigerung von 3,77% bzw. 4,51% gegenüber Vollzellenmodulen in gemäßigtem und Wüstenklima auf. Durch den Umstieg auf Drittelzellenmodule steigen diese Werte sogar auf 4,72% bzw. 5,68%.

Eines der Module im Test, das AE Smart Hot-Spot Free der Firma AE Solar, wurde aufgrund seiner Verschattungsresistenz nun vom PV Magazine als Top Innovation 2018 ausgezeichnet. Bei dem „Hotspot-freien“ Modul ist jede der 60 oder 72 Zellen durch eine Bypassdiode geschützt. Das Fraunhofer CSP bescheinigte der Modulentwicklung  nur 3 Prozent Leistungsverlust bei Verschattung einer Zelle gegenüber 30 Prozent, die bei einem Standardmodul verlorengeht. Der Trick: Der Stringstrom nimmt bei Verschattung einfach den Weg über die Bypassdiode und die restlichen 20 Zellen in dem Zellstring können weiter Strom produzieren.

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